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Technik-Abenteuer im All – NASA kämpft mit Technik-Ausfall an Bord des Hubble-Telekops

Seit dem 13. Juni ist der Payload-Computer an Bord des Hubble-Teleskops ausgefallen, der für den Betrieb der Gerätes des eigentlichen Teleskops zuständig ist.

Schuld am Ausfall hat anscheinend die veraltete und schwierig anzusprechende Hardware, speziell der Speichermodule  des Payload-Computers (Science Instrument Command and Data Handling - SI C&DH). Die Einheit war bereits 2009 im seit 1990 in Betrieb befindlichen Hubble-Teleskop ersetzt worden.

Das Team prüft derzeit den Command Unit/Science Data Formatter (CU/SDF), der Befehle und Daten sendet und formatiert. Sie betrachten auch einen Leistungsregler innerhalb der Power Control Unit, der eine stabile Spannungsversorgung der Hardware des Nutzlastcomputers sicherstellen soll. Wenn festgestellt wird, dass eines dieser Systeme die wahrscheinliche Ursache ist, muss das Team ein komplizierteres Betriebsverfahren durchführen, um zu den Backup-Einheiten zu wechseln. Dieses Verfahren wäre komplexer und riskanter als diejenigen, die das Team letzte Woche durchgeführt hat und die den Wechsel zur Backup-Nutzlast-Computerhardware und Speichermodulen beinhalteten. Um auf die Backup-CU/SDF oder den Leistungsregler umzuschalten, müssen aufgrund der Art und Weise, wie sie mit der SI C&DH-Einheit verbunden sind, auch mehrere andere Hardware-Boxen des Raumfahrzeugs umgeschaltet werden.

Das Raumfahrzeug verfügt über zwei Nutzlastcomputer (Payload), von denen einer als Backup dient, die sich auf der Einheit Science Instrument and Command and Data Handling (SI C&DH) befinden. Es gibt verschiedene Hardwareteile, aus denen beide Nutzlastcomputer bestehen:

  • ein Central Processing Module (CPM), das die Befehle verarbeitet, die die wissenschaftlichen Instrumente koordinieren und steuern
  • eine Standardschnittstelle (STINT), die die Kommunikation zwischen dem CPM des Computers und anderen Komponenten überbrückt
  • ein Kommunikationsbus, der Leitungen enthält, die Signale und Daten zwischen Hardware übertragen und
  • ein aktives Speichermodul, das Betriebsbefehle an die Instrumente speichert. Es gibt drei zusätzliche Module, die als Backup dienen

Weitere Informationen finden Sie hier

Bild: Das Hubble-Teleskop beim Aussetzen aus dem Space Shuttle Discovery am 25.4.1990.
Credits: NASA/Smithsonian Institution/Lockheed Corporation


Update: HUBBLE ist wieder aktiv

Die NASA hat die angekündigte Umschaltung auf das Backup-Modul bewältigt

Die Umschaltung auf das Backup-System der wissenschaftlichen Instrumentensteuerung des Weltraumteleskops ist gelungen, Hubble sendet wieder wie gewohnt Bilder aus den Tiefen das Alls. Alle Instrumente sind nach einem Monat Ausfall des Teleskops wieder voll funktionsfähig.

Weitere Informationen finden Sie hier

Bilder: Science: NASA, ESA, STScI, Julianne Dalcanton (UW) Image processing: Alyssa Pagan (STScI) –
die ersten Bilder, die Wissenschaftler nach der Hubble-Reparatur auswerten konnten.